Allgemeines zum Masterstudiengang „Human Factors“ an der JGU
Der Masterstudiengang „Human Factors“ ist einer der fünf Psychologie-Master der JGU Mainz. Offiziell heißt er deshalb M. Sc. Psychologie mit Human Factors Profil. Der Master umfasst 9 Module (A-J). Fünf Module überschneiden sich mit den anderen Psychologie-Mastern. Drei Module + das Mastermodul sind Human Factors spezifisch. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über Human Factors spezifische Module und Lehrveranstaltungen.
Im Modulhandbuch des Masterstudiengangs Human Factors können Sie neben anderen Psychologie-Modulen auch die Module, die auf Human Factors spezialisiert sind, nachlesen. Es handelt sich dabei um 3 Module, die insgesamt 7 Lehrveranstaltungen umfassen. Das sind die Module E, F und I.
ANGEBOTSZEITRÄUME DER VERANSTALTUNGEN (SOMMER / WINTER) und VERORTUNG DER MODULE IM MASTERSTUDIENGANG
SoSe 2026
Modul E – Grundlagen der Human Factors Psychologie
Warum stürzen Flugzeuge ab, obwohl die Technik einwandfrei funktioniert?
Warum machen Menschen Fehler, die eigentlich vermeidbar wären und wie lässt
sich das durch besseres Design verhindern?
Die Human-Factors-Psychologie stellt den Menschen in den Mittelpunkt
technischer Systeme. Im Seminar lernen Sie, wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeit
und Entscheidungsprozesse die Interaktion mit Maschinen, KI und autonomen
Systemen prägen und was das für die Gestaltung sicherer, nutzerfreundlicher
Technologien bedeutet. Ob autonomes Fahren, medizinische
Entscheidungsunterstützung oder Mensch-Roboter-Interaktion: Human Factors
ist überall dort relevant, wo Mensch und Technik aufeinandertreffen.
Neben theoretischen Grundlagen bringen Sie in dieser Veranstaltung Ihr
Wissen in Form Gruppenarbeiten, Paper-Besprechungen und interaktive
Anwendungsbeispiele aktiv ein.
Modul F – Human Factors Methoden
Im Verlauf des Seminars „Human Factors Methoden“ werden die zentralen
methodischen Verfahren der Human-Factors-Forschung systematisch vorgestellt.
Von der sorgfältigen Studienplanung über Beobachtungs- und Analyseverfahren
bis hin zu Mess- und Simulationsmethoden im Labor. Begleitende
Anwendungsaufgaben sorgen dafür, dass die behandelten Verfahren nicht nur
theoretisch nachvollzogen, sondern unmittelbar selbst umgesetzt werden.
Mittelpunkt steht dabei nicht nur das Was, sondern auch das Warum: Wann ist
welche Methode angemessen, und welche Aussagekraft hat sie? So entsteht über
das Semester hinweg ein persönlicher Methodenkasten, auf den später jederzeit
zurückgegriffen werden kann, sei es bei der Planung eigener Studien, im
Rahmen der Masterarbeit oder beim kritischen Einordnen fremder Forschung.
Modul I – Grundlagen der anwendungsorientierten Kognitionspsychologie
Wie soll ein Roboter mit einem Menschen interagieren? Und was muss man über
menschliche Wahrnehmung, Kognition und Verhalten wissen, um dies sinnvoll zu
gestalten? In interdisziplinären Teams aus Informatik- und
Psychologie-Studierenden gehen Sie im Seminar „Grundlagen der
anwendungsorientierten Kognitionspsychologie“ diesen Fragen nach.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Mensch und Maschine sinnvoll miteinander
interagieren können. Dafür nehmen Sie sich realer, gesellschaftlicher
Fragestellungen an: Sie recherchieren, sprechen mit Stakeholdern, führen
Interviews durch und entwickeln auf dieser Grundlage eigene Ideen. Diese
Ideen werden schrittweise in einen interaktiven Robotik-Prototypen überführt,
den Sie in mehreren Iterationen testet, bewertet und weiterentwickeln. Das
Seminar vermittelt dabei nicht nur kognitionspsychologische Grundlagen der
Mensch-Maschine-Interaktion, sondern auch praktische Methoden des
Human-Centered Design, nutzerzentrierter Forschung und Prototypenentwicklung.
Wer wissen möchte, wie gute Mensch-Roboter-Interaktion entsteht, bekommt hier
die Möglichkeit, genau das selbst herauszufinden.
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Modul I – Spezielle Themen der anwendungsorientierten Kognitionspsychologie
Nicht bekannt.
WiSe 2026/27
Modul E – Human Factors Design
Wie muss ein Reinigungsroboter gestaltet sein, damit er im belebten Bahnhof
akzeptiert wird, von Pendlern, Kindern und blinden Passanten gleichermaßen?
Im Seminar HF-Design gehen Sie dieser Frage mit den Methoden des
menschzentrierten Gestaltungsprozesses nach. Von der Anforderungsanalyse über
Personas und Prototyping bis hin zu Usability-Tests durchlaufen Sie den
gesamten Designprozess in Kleingruppen und entwickeln eigene
Interaktionskonzepte.
Das Seminar verbindet Theorie und Praxis in einem projektorientierten Format
und vermittelt Kompetenzen, die in Forschung, Industrie und UX-Design
unmittelbar gefragt sind.
Modul E – Human Factors Special Topics
In dieser Lehrveranstaltung werden aktuelle Fragen Künstlicher Intelligenz
aus Perspektive der Human Factors und Ingenieurpsychologie behandelt. Da
KI-Systeme zunehmend in Arbeitsprozessen, Bildung, Mobilität,
Gesundheitsversorgung und Alltag integriert werden, stellt sich die Frage,
wie diese Systeme so gestaltet werden können, dass sie menschliche
Fähigkeiten sinnvoll unterstützen, nachvollziehbar bleiben und
verantwortungsvoll genutzt werden können. Behandelt werden unter anderem
Vertrauen in KI-Systeme, Transparenz und Erklärbarkeit, Fairness, Akzeptanz
sowie der Einsatz von KI in unterschiedlichen gesellschaftlichen und
beruflichen Kontexten.
Das Seminar verbindet die Lektüre, Vorstellung und Diskussion aktueller
wissenschaftlicher Literatur mit praxisorientierten Arbeitsphasen, in denen
KI-Anwendungen analysiert, bewertet und exemplarisch gestaltet werden. Ziel
der Veranstaltung ist es, zentrale psychologische und gestaltungsbezogene
Fragestellungen im Umgang mit KI-Systemen kritisch einzuordnen und auf
konkrete Anwendungsfälle zu übertragen.
Modul F – Projektarbeit
Intelligente Technologien prägen zunehmend Alltag und Arbeitswelt.
Gleichzeitig entstehen neue psychologische und gesellschaftliche
Herausforderungen, etwa durch Misstrauen, Manipulation oder dysfunktionale
Formen der Mensch-KI-Interaktion. Das Projektseminar Human Factors untersucht
diese Phänomene aus einer ingenieurpsychologischen Perspektive.
Die Studierenden wählen ein eigenes Forschungsthema und entwickeln aus einem
gesellschaftlich relevanten Problem eine wissenschaftlich bearbeitbare
Fragestellung. Darauf aufbauend konzipieren sie ein theoretisch fundiertes
Studiendesign und setzen sich mit methodischen, praktischen und ethischen
Aspekten der Studienplanung auseinander.
Im Mittelpunkt steht forschungsorientiertes Arbeiten: Neben der Entwicklung
eines Untersuchungsdesigns umfasst das Seminar auch Ressourcen- und
Budgetplanung sowie die kritische Reflexion der Aussagekraft und Grenzen der
geplanten Studie.
Modul I – Grundlagen der anwendungsorientierten Kognitionspsychologie
Noch nicht bekannt.
Modul I – Spezielle Themen der anwendungsorientierten Kognitionspsychologie
Roboter werden zunehmend Teil unseres Alltags, ob am Arbeitsplatz, in der
Pflege oder im öffentlichen Raum. Doch wie nehmen Menschen Roboter eigentlich
wahr? Wann vertrauen Menschen ihnen, wann lösen sie Unbehagen aus, und was
passiert, wenn ein Roboter plötzlich Emotionen zeigt?
In diesem Seminar wird Robotik konsequent aus psychologischer Perspektive
betrachtet. Im Fokus stehen die Lektüre und Diskussion aktueller Forschung.
Zusätzlich werden die in der Literatur behandelten psychologischen Konstrukte
gemeinsam praktisch exploriert. Dafür stehen drei teilweise sehr
unterschiedliche Roboter, vom kollaborativen Greifarm über einen sozialen,
emotional ausdrucksstarken Roboter bis hin zu einem laufenden Humanoiden zur
Verfügung.
Beispielhafte Themen:
- Mensch und Roboter: Koexistenz, Interaktion und Kollaboration
- Vertrauen in Roboter und was passiert, wenn sie Fehler machen
- Emotionen in der Mensch-Roboter-Interaktion
- Anthropomorphes Design von Robotern und dessen Einfluss auf die Wahrnehmung
-
Persönlichkeit und Einstellungen als Prädiktoren in der Mensch-Roboter
Interaktion -
Robotik & Menschen mit besonderen Anforderungen (am Beispiel von
seheingeschränkten Personen)
Die auf Human Factors spezialisierten Module sind türkis eingefärbt. Sie machen mit 4 von 9 Modulen etwas weniger als die Hälfte der Module aus. Gemessen anhand der ECTS-Punkte nehmen sie jedoch etwas über die Hälfte des Masterstudiengangs ein.
Aktuell werden Abschlussarbeiten zu folgenden Forschungsthemen angeboten:
- Relationship-building im Kontext von Artifical Intelligence (AI)
- Accounting for Responsibility
- The influence of introversion and extraversion on attitudes toward artificial intelligence
- Fairness in AI
- Anxiety vs. Trust im Bereich der Human-Robot Interaction (HRI)
Sie haben Interesse an einem der vorgeschlagenen Forschungsthemen oder möchten eine eigene Forschungsfrage aus dem Bereich Human Factors in Ihrer Abschlussarbeit bearbeiten? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf (E-Mail an: maike.lindermayr@uni-mainz.de).
Sie interessieren sich für ein Forschungspraktikum in unserer Abteilung oder für weitere Praktikumsmöglichkeiten in Industrie oder Forschung? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf (E-Mail an: maike.lindermayr@uni-mainz.de).
Über unsere Mailingliste für den Masterstudiengang Human Factors erhalten Sie Informationen zu aktuellen Veranstaltungen, organisatorischen Themen, wichtigen Terminen sowie weiteren Neuigkeiten rund um den Studiengang.
Wir empfehlen allen Studierenden, sich in die Mailingliste einzutragen, um keine wichtigen Informationen zu verpassen.
Anmeldung: Über den folgenden Link: Verteiler HFI
Im 6. Stock der Wallstraße 3, 55122 Mainz befindet sich die kleine HFI-Bibliothek mit einer Auswahl an Fachbüchern, insbesondere zu Themen aus dem Bereich Human Factors.
Die Bücher können von Studierenden des Masterstudiengangs ausgeliehen werden, sofern sie nicht in anderen Universitätsbibliotheken verfügbar sind. Bitte prüfen Sie daher zunächst die Verfügbarkeit in den regulären Bibliotheken.
Unter folgendem Link können Sie die Verfügbarkeit der Bücher abrufen. Wenn Sie ein Buch ausleihen möchten, kommen Sie gerne in der Wallstraße 3 vorbei oder schreiben Sie uns eine Mail. Bitte beachten Sie, dass Sie gegebenenfalls an der Glastür im 6. Stock klingeln müssen.